powered by freefind
[AKW Grohnde]

Das Atomkraftwerk Grohnde ist ein Gemeinschaftsunternehmen der E.ON Kernkraft (ehemals Preussen Elektra Kernkraft GmbH & Co.KG), der INTERARGEM, der Interessen- und Arbeitsgemeinschaft der Elektrizitätswerke Minden Ravensberg GmbH und der Stadtwerke Bielefeld GmbH.

Foto: tagesschauSchon im Jahre 1973 beantragte dieses Konsortium die Errichtung und den Betrieb des Kernkraftwerks bei Emmerthal. Dazu wurde 1975 die Gemeinschaftskraftwerk Grohnde GmbH (KWG) gegründet. Nachdem 1976 die erste atomrechtliche Teilerrichtungsgenehmigung erteilt wurde, kam es 1977 zu schweren Zusammenstößen zwischen Anti-Atom Demonstrationen und der Polizei. Im Oktober des selben Jahres wurde ein vorläufiger Baustopp verhängt, der erst im Februar 1979 wieder aufgehoben wurde.

In der Zeit von 1976 bis 1984 wurde das Atomkraftwerk Grohnde von der KWU - Kraftwerk Union AG errichtet. Bei den Bauarbeiten am Kraftwerk kam es immer wieder zu Unregelmäßigkeiten. Aufgrund steigender Kosten beim Bau kamen die Gesellschafter Anfang der 80er Jahre in großen finanziellen Schwierigkeiten. Offenbar wurden bereits beim Bau des Atomkraftwerks Sicherheitsprüfungen gefälscht.

Superskandal um AKW Grohnde

Das Kernkraftwerk Grohnde wurde am 01.09.1984 in Betrieb genommen und gilt nach Betreiberangaben als eines der international ergiebigsten Atomkraftwerke.

Das AKW Grohnde entwickelte sich jedoch zum Pannenreaktor. Bis Anfang 1986 waren bereits sieben Notabschaltungen erforderlich wegen Pumpenausfällen, Defekten an der Spannungsversorgung und dem Ausfall einer elektronischen Baugruppe.

Eine Woche nach der Einweihung fiel die Kühlung eines Hauptkabels im Generatorteil aus, der Reaktor mußte abgeschaltet und für 10.000.000 DM repariert werden. Wenige Tage später legte ein kleines Gewitter den Reaktor erneut lahm.

Weitere Daten und Fakten über das AKW Grohnde, sowie eine unfassende Auflistung jüngerer Störfälle:
anti-atom.de/grohnde

 

Das Mindener Tageblatt berichtete am 11.01.2003 von E.ONs Bestrebungen die Alleinherrschaft über das AKW Grohnde zu erlangen. E.ON ist dort bereits Mehrheitsgesellschafter, will aber künftig (fast) allein herrschen um die Stromerzeugung zentral steuern und die Preise bestimmen zu können.

Der Düsseldorfer Eon-Konzern, genauer seine Münchner Tochter E.ON Energie AG, besitzt inzwischen schon 55 Prozent am Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg (EMR/Herford). Zusammen mit der neuen, hundertprozentigen Tochter Wesertal (Hameln) hält E.ON damit rein rechnerisch rund 75 Prozent (bisher 50) Prozent am Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde (Emmerthal).

Eon will Herrschaft über Grohnde

 
zurück | Seitenanfang

 
Aktuell:

unser Sponsor

disclaimer